FOCUS-MONEY Heft 31/2025 Klassische Pflegetagegeld-Policen
REFERENZ 25.07.2025

FOCUS-MONEY Heft 31/2025 Klassische Pflegetagegeld-Policen

Statische Verträge mit je nach Pflegegrad automatisch um bestimmte Prozentsätze gekürzten Leistungen? Oder doch lieber flexible Tarife mit nach Gusto festgezurrten Höchstsätzen? Mit welchen Pflegetagegeld-Modellen Bürgerinnen und Bürger die unzureichende gesetzliche Pflegepflichtversicherung am besten finanziell aufpeppen

Es herrscht Ebbe in den Kassen der Pflegepflichtversicherung. Schon das vergangene Jahr haben die Pflegekassen mit einem Minus von 1,54 Milliarden Euro abgeschlossen. Und obwohl Anfang Januar der Beitragssatz um 0,2 Prozentpunkte gestiegen ist, verbuchten die Pflegekassen bereits im ersten Quartal 2025 ein Defizit von 160 Millionen Euro.

Und wie agiert die schwarz-rote Regierung, um dem finanziellen Desaster gegenzusteuern? Eher unzureichend! Nach den Plänen von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil soll die gesetzliche Pflege dieses Jahr nur ein Darlehen von 500 Millionen Euro vom Bund erhalten, 2026 dann 1,5 Milliarden. Was aber nicht reichen wird. Einem Gutachten des Iges-Instituts zufolge müsste der Bund im kommenden Jahr der Pflegepflichtversicherung einen Zuschuss von 5,2 Milliarden Euro gewähren, um die Beiträge dauerhaft stabil halten zu können. Selbst wenn Schwarz-Rot die nötigen Mittel – wider Erwarten – bereitstellen könnte, würde sich an der – teils prekären – finanziellen Situation Pflegebedürftiger nichts ändern.

Der Gesetzgeber hat die umlagefinanzierte Pflege nur als „Teilkasko“ konzipiert, welche bei Weitem nicht alle Kosten für eine professionelle Betreuung Pflegebedürftiger übernimmt. Was zeigt: Der staatliche Schutz muss mit Privatpolicen flankiert werden. Nur – mit welchen Verträgen können die Bürgerinnen und Bürger hierzulande am besten die Versorgungslücke schließen? Antworten darauf gibt FOCUS MONEY in einer zweiteiligen Serie zum Thema Pflegetagegeld.

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