FOCUS-MONEY Heft 11/2026 Auslandsreisekrankenpolicen
Reisende gehen oft davon aus, ihr heimischer Gesundheitsschutz gelte auch fürs Ausland. Weit gefehlt. Dabei lassen sich die erheblichen Lücken einfach, gut und günstig absichern
Osterzeit ist Reisezeit. Für viele Deutsche beginnt mit den bevorstehenden Feiertagen die Urlaubssaison, in der es sie zu den letzten Skitagen oder bereits in deutlich wärmere Gefilde zieht. Die Vorfreude auf erholsame Kurztrips oder längeres Genießen an Traumstränden steigt. Touren werden organisiert, Sehenswürdigkeiten gebucht und die Vorbereitungen generell intensiviert.
Zu den wichtigen Überlegungen im Vorfeld zählt dabei auch, den Krankenversicherungsschutz für sich und die mitreisende Familie zu prüfen. Denn da tun sich zur Überraschung vieler Urlauber meist deutliche Lücken auf. Nicht nur für gesetzlich Versicherte, auch Privatpatienten sind oft nicht so umfangreich geschützt, wie sie vermuten. So greift etwa der deutsche gesetzliche Krankenversicherungsschutz außerhalb Europas in der Regel überhaupt nicht. Da müssten im Ernstfall kranke Reisende die Kosten der medizinischen Versorgung ganz allein zahlen. Doch selbst wer innerhalb des Kontinents mit seiner Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) unterwegs ist, erhält nur solche Behandlungen erstattet, die auch Einheimische von ihrer dortigen öffentlichen Gesundheitsversorgung bezahlt bekommen.
Oft hat diese Grundversorgung aber nicht den Umfang wie hierzulande. Und wer finanziert dann höhere Kosten, Sonderleistungen, ortsübliche Zuzahlungen, eventuelle Eigenanteile, erforderliche Privatkliniken, Rettungskosten oder den Rücktransport nach Deutschland? Darauf bleibt der Patient am Ende sitzen. Selbst für Privatversicherte lauern je nach konkretem Tarif viele Deckungslücken etwa bei der Reisedauer, Leistungsausschlüssen oder dem Rücktransport. Und Achtung: Auch wer die Reise über seine Kreditkarte mit inkludiertem Auslandskrankenpaket bucht, wartet wegen des meist rigiden Kleingedruckten oft vergeblich auf eine Kostenerstattung. So können die schönsten Tage des Jahres für manche Urlauber durchaus zum finanziellen Albtraum werden. Denn die Behandlungskosten & Co. erreichen schnell schwindelerregende Höhen. Vier- bis fünfstellige Summen sind da eher die Regel als die Ausnahme. Die massive Inflation bei den Gesundheitskosten gilt auch fürs Ausland, von überraschenden Barzahlungen oder gezielt überteuerten Leistungen mal ganz abgesehen.
Selbst Verbraucherschützer empfehlen daher vor Reiseantritt den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. Die kostet wenig und ist im Ernstfall viel wert. Welche konkreten Policen überzeugen, finden Sie auf den folgenden Seiten.

