FOCUS-MONEY Heft 29/2025 GKV-PKV-Kooperationstarife
REFERENZ 11.07.2025

FOCUS-MONEY Heft 29/2025 GKV-PKV-Kooperationstarife

Leistungsstarke Kooperationstarife stärken nachhaltig den Kranken- und Pflegeschutz gesetzlich Krankenversicherter. Aktuelle Top-Angebote am Markt im Überblick

Innovative Arzneimittel stehen Patienten in Deutschland im Durchschnitt bereits 47 Tage nach der Zulassung des Medikaments zur Verfügung – im EU-Durchschnitt sind es 474 Tage. Gleichzeitig werden hierzulande auch die meisten neuen Arzneimittel zugelassen. Löblich ist zudem bei uns der gute Zugang zu innovativen Diagnostiken und Therapien. Und im europäischen Vergleich sind hierzulande die Zuzahlungen der Patienten zu den Behandlungskosten gering bis moderat. Die Bundesrepublik verfügt mit den genannten positiven Aspekten über eines der leistungsstärksten Gesundheitssysteme in Europa. Im Ländervergleich belegt Deutschland beim Zugang zur Gesundheitsversorgung durchweg die vorderen Plätze. Dies attestiert zumindest die Studie „Zugang zur Gesundheitsversorgung, Gesundheitszustand und Risikofaktoren“ des Wissenschaftlichen Instituts der PKV vom April 2025.

Das Land der Teutonen ist außerdem der einzige Staat in Europa, in dem private und gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nebeneinander existieren. Welches der beiden Systeme nun das bessere ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.

GKV punktet mit Solidarprinzip. Für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) spricht jedenfalls ihr starkes Solidarsystem: Jeder Versicherte erhält denselben Schutz unabhängig davon, wie viel er oder sie einzahlt. Der Monatsbeitrag richtet sich in der GKV nach dem Einkommen des Mitglieds. Wer weniger verdient, zahlt weniger Beitrag, bekommt aber trotzdem dieselben Leistungen wie alle anderen zugesprochen. Wer hingegen mehr verdient, zahlt mehr Beitrag, wird dafür aber nicht besser behandelt. Auch müssen in der GKV weder Gesundheitsfragen beantwortet noch Risikozuschläge wegen Vorerkrankungen auf den Tisch geblättert werden.

So wundert es nicht, dass die GKV-Gemeinde sich bei den insgesamt 94 Krankenkassen mehrheitlich wohlfühlt: 85 Prozent der Befragten sind mit ihrer Kasse zufrieden. Diese Bilanz zieht das aktuelle „Healthcare-Barometer 2025“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland. Außerdem glauben 86 Prozent der Interviewten fest daran, dass AOK & Co. heute ihren Versicherten sämtliche Leistungen finanzieren, die für eine gute medizinische Versorgung nötig sind.

Doch: Den GKV-Mitgliedern wird keinerlei Möglichkeit eingeräumt, ihren Versicherungsschutz freiwillig individuell anzupassen – und nach Gusto um ihnen wichtige medizinische Leistungen, etwa beim Zahnersatz, zu erweitern. Private Vorsorge als Ergänzung ist hier die Lösung. Immer mehr Menschen flankieren ihren GKV-Schutz mit privaten Vorsorgetarifen. „In der Zusatzversicherung wuchs 2024 die Zahl der Versicherten um 4,5 Prozent auf insgesamt 31,2 Millionen“, bilanziert Thomas Brahm, Vorsitzender des Verbands der Privaten Krankenversicherung.

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