FOCUS-MONEY Heft 34/2025 Zahnzusatzpolicen
Ob Inlays oder Implantate: Füllungen und Zahnersatz aus hochwertigen Materialien sind teuer. Finanzielle Unterstützung leisten private Zahnzusatzpolicen. Welche Tarife top sind
Wer über lange Strecken nur wenig schläft, nimmt nicht nur Konzentrationsschwächen und ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Stoffwechselstörungen in Kauf. Auch das Immunsystem unseres Körpers reagiert sehr empfindlich auf chronischen Schlafmangel. Was entzündliche Veränderungen im Zahnhalteapparat verstärken kann. Kausal ist dafür allerdings nicht etwa eine veränderte bakterielle Besiedlung des Zahnfleischs, sondern – erstaunlich – ein neuronaler Mechanismus. Wissenschaftler des Massachusetts General Hospital und der Harvard Medical School konnten in einer neuen Studie zeigen, dass Nervenzellen im Ganglion des sogenannten Nervus trigeminus hierbei eine Schlüsselrolle spielen.
Genauer gesagt, speziell jene, die den sogenannten Rezeptor TRPV1 tragen. Die Neuronen des Zahnfleischs sind mit den TRPV1-Neuronen des Trigeminusnervs verbunden. Diese sind für die Schmerz- und Temperaturempfindung im Gesicht zuständig und werden durch Schlafmangel besonders erregbar, erklären die Wissenschaftler. Wenn die TRPV1-Nerven gereizt werden, schütten sie ein Neuropeptid namens Substanz P aus. Das ist ein Botenstoff, der Blutgefäße erweitert und durchlässiger macht. Dieser Effekt wiederum hat direkte Auswirkungen auf Parodontitis. Denn über geweitete Blutgefäße können mehr Immunzellen ins Zahnfleischgewebe eindringen, dort zu heftigen Entzündungen führen und bestehende mitunter verschlimmern.
Jeder Zweite heute betroffen. Die Parodontitis ist eine äußerst komplexe Entzündungserkrankung, an der heute jeder zweite Erwachsene leidet. Bei unbehandelten schweren Verläufen entstehen unter anderem Veränderungen der Arterien, die das Risiko für koronare Herzerkrankungen und Herzinfarkt erhöhen. Eine Studie der Hiroshima University legt nahe, dass das Parodontalbakterium Porphyromonas gingivalis über den Blutkreislauf ins Herz gelangt und dort strukturelle Veränderungen auslösen kann, die das Risiko für ein Vorhofflimmern erhöhen.
Parodontitis erfasst zudem nach und nach alle Teile des Zahnhalteapparats. Das Zahnfleisch löst sich vom Zahn, bildet Taschen, die wiederum Nistplatz für Bakterien sind. Die Taschen werden tiefer, das Zahnfleisch geht zurück, Gewebe- und schließlich Knochenabbau folgen. Der Zahn verliert seinen Halt und wird locker. Mit einer antiinfektiösen oder chirurgischen Parodontitisbehandlung – die Kosten dafür tragen die Kassen – können lockere Zähne zwar meist wieder fest im Kiefer positioniert werden. Ist die Entzündung allerdings zu weit fortgeschritten, kann dies mitunter zum Ausfall des Zahns führen.
Nur, welche Zahnpolicen am Markt haben mit einem gesunden Amalgam aus Top-Leistungen, verbraucherfreundlichen Tarifbedingungen und vernünftigen Prämien auch wirklich Biss? Antworten darauf gibt der Test von FOCUS MONEY und dem Deutschen Finanz-Service Institut (DFSI).

