Studien

Das Angebot von DFSI gegenüber seinen Kunden im Markt besteht u.a. in der Erstellung von Studien, die einen Vergleich von Güte und Leistungsangeboten sonstiger Marktteilnehmer zum Gegenstand haben. Darüber hinaus überträgt DFSI auch solchen Kunden, die keine Studien beauftragt haben, das Recht, solche Studien in bestimmtem Umfang zu nutzen und/oder zu veröffentlichen.

15.12.2011 - Unternehmensqualität der gesetzlichen Krankenkassen

Rating der Kennzahlen zur Finanzkraft, Leistung und Kundenservice


Köln 15.12.2011

Seit Anfang 2010 können alle gesetzlichen Krankenkassen insolvent gehen. Meldungen über eine Reihe gefährdeter Kassen und die Schließung der City BKK und BKK für Heilberufe haben dies in den letzten Monaten bestätigt. Umso wichtiger ist es, neben Leistung und Service auch auf die Finanzkraft der Kasse zu achten.

Gesetzliche Krankenkassen sind verpflichtet, bereits frühzeitig finanzielle Engpässe an die Aufsichtsbehörden zu melden. Verbraucherschützer fordern immer wieder mehr Transparenz: Gesetzliche Krankenkassen sollen künftig ihre Finanzen jährlich offenlegen, so könnten deren Kunden beurteilen, ob sie bei einem wirtschaftlich solide aufgestellten oder bei einem finanziell angeschlagenen Anbieter versichert sind. Diese Wünsche wurden im Sommer 2011 zumindest ansatzweise vom Gesetzgeber aufgegriffen und sollen in 2012 umgesetzt werden.

Eine aktuelle Rating-Studie der Deutschen Finanz-Service Institut GmbH (DFSI) zur Unternehmensqualität der GKV bei der Kennzahlen zur Finanzkraft, Leistung und Service zu einem Qualitätsrating aggregiert werden, bringt bereits jetzt die Transparenz die Kunden von den Kassen fordern.

DFSI hat zusammen mit dem Online-Dienst www.gesetzlichekrankenkassen.de auf Basis eines von Branchenexperten und Vertretern der Kassen entwickelten Fragebogen die umfangreichste Datenbasis zur Finanzkraft, Leistung und Service der bundesweit und regional geöffneten Kassen erhoben. In der aktuellen Studie zur Unternehmensqualität der GKV werden die drei genannten Teilbereiche getrennt analysiert und gleichgewichtet zu einem Qualitätsrating aggregiert. Neben der Finanzkraft spielen vor allem Leistungsstärke und Kundenservice eine wichtige Rolle bei der Wahl der individuell passenden Kasse.

Von rund 110 Kassen haben nur 10 Kassen aus dem Bereich der Betriebs-, Innungs- und Ersatzkrankenkassen nahezu vollständige Angaben in allen drei Teilbereichen gemacht, die zu einem Qualitätsrating aggregiert wurden. Viele Krankenkassen sind wegen der von ihnen jährlich zu bewirtschaftenden Finanzvolumina mit mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften vergleichbar – sie lehnen aber die Veröffentlichung ihrer Finanzdaten bislang ab.

„Es entspricht nicht den notwendigen Transparenzanforderungen, dass nur die besten Kassen auf freiwilliger Basis bewertet werden konnten, auch wenn deren Ergebnisse erfreulich sind. Rund 90 % des GKV-Marktes sind weiterhin nicht ausreichend transparent und hier sind erhebliche Defizite, speziell bei der Finanzkraft, nicht auszuschließen. Daher ist es nötig, dass die Publizitätspflicht für die Krankenkassen 2012 kommt und auf dieser Basis entsprechende Bewertungen über den gesamten Markt hinweg erstellt werden können.“, stellt Thomas Lemke, Geschäftsführer DFSI, fest.

Studienaufbau/Methodik


Datenbasis/Analysierte Unternehmen
DFSI hat zusammen mit dem Online-Dienst www.gesetzlichekrankenkassen.de auf Basis eines von Branchenexperten und Vertretern der Kassen entwickelten Fragebogen die umfangreichste Datenbasis zur Finanzkraft, Leistung und Service der bundesweit und regional geöffneten Kassen erhoben. In der aktuellen Studie zur Unternehmensqualität der GKV werden die drei genannten Teilbereiche getrennt analysiert und gleichgewichtet zu einem Qualitätsrating aggregiert. Neben der Finanzkraft spielen vor allem Leistungsstärke und Kundenservice eine wichtige Rolle bei der Wahl der individuell passenden Kasse. Von rund 110 Kassen haben nur 10 Kassen aus dem Bereich der Betriebs-, Innungs- und Ersatzkrankenkassen nahezu vollständige Angaben in allen drei Teilbereichen gemacht, die zu einem Qualitätsrating aggregiert wurden.
QUALITÄTSRATING
Leistung + Finanzkraft + Service
Gewichtung jeweils 1/3

LEISTUNG
Leistung: Bonus-Vorteil, Naturheilverfahren, IV/BAV, Gesundheitsförderung, Wahltarife, Zahn, Zusatzleistungen, Zusatzversicherungen.
Leistungsteilbereiche werden für das Gesamtergebnis Leistung gleichgewichtet. Das Ergebnis der Leistungsteilbereiche (inkl. Serviceteilbereich) in DFSI-Punkte wird durch den prozentualen Anteil von der Maximalpunktzahl in Punkte ausgewiesen. 100% = 100 DFSI-Punkte

1) Bonus-Vorteil:
Bonuspunkte = Log10(Durchschnittliche Bonushöhe pro Maßnahme)*Anzahl Maßnahmemöglichkeiten + Mitversicherte teilnahmeberechtigt. Punkte Vorteilsprogramme = Anzahl Vorteilsprogramme. Gesamtergebnis = (Bonuspunkte + Vorteilspunkte)/2.
Maximalpunktzahl = (LOG10(37,50)*14+2+5)/2=14,52*.

2) Gesundheitsförderung:
Summe Individuelle Gesundheitsförderung + Summe Gesundheitsförderung Schule/Kindergärten + Summe Gesundheitsförderung Betrieb.
Maximalpunktzahl = (9+5+9) = 23.

3) Naturheilverfahren:
Überprüft werden 19 alternative Heil und Medizinverfahren. Hierbei wird bewertet ob die Krankenkasse die Kosten dafür bei ambulanter Leistungserbringung bei allen zugelassenen Ärzten mit entsprechender Zusatzqualifikation auf Versichertenkarte oder nur bei ausgewählten Ärzten trägt. Erfolgt die Kostenübernahme uneingeschränkt bei allen Ärzten, werden drei Punkte je Verfahren gezählt. Gibt es die Behandlung nur bei ausgewählten Ärzten, jedoch im gesamten Versorgungsgebiet der Kasse, werden je Verfahren zwei Punkte gewertet. Kann ein Naturheilverfahren nur bei einzelnen Ärzten und regional begrenzt in Anspruch genommen werden, wird es mit einem Punkt bewertet. Einen zusätzlichen halben Punkt wird vergeben, wenn ein alternatives medizinisches Verfahren im Rahmen stationärer Aufenthalte (z. B. Reha-Maßnahme) von der Krankenkasse gezahlt wird. Punkte Naturheilverfahren = Summe (Naturheilverfahren * 3,5)
Maximalpunktzahl = 19 * 3,5 = 66,5

4) IV/BAV:
Im Bereich der besonderen ambulanten und integrierten Versorgung werden 57 ausgewählte Indikationen aus 24 medizinischen Gebieten erfasst, für welche die Krankenkassen Verträge mit Leistungserbringern (z. B. Ärzten oder Kliniken) zur besonderen ambulanten oder integrierten Versorgung abgeschlossen haben. Können Versicherte sich in die entsprechenden Programme im gesamten Versorgungsgebiet der Kasse einschreiben, wird dies mit zwei Punkten bewertet. Sind die Verträge nur regional begrenzt, wurde hierfür ein Punkt vergeben.
Maximalpunktzahl: = 57 * 2 = 114

5) Wahltarife:
Das Angebot von Selbstbehalttarifen, Beitragsrückerstattungstarifen, Tarifen für variable Kostenerstattung, Tarifen für die Übernahme der Kosten für spezielle Arzneimittel und der Kombinationsmöglichkeit aus Tarifen (z. B. Selbstbehalt und Beitragsrückerstattung) werden mit jeweils drei Punkten bewertet. Bei Selbstbehalt und Beitragsrückerstattung wird je ein Extrapunkt vergeben, wenn ein entsprechender Tarif ohne Verpflichtung zum Kostenerstattungsverfahren (Patient geht in Vorleistung und bekommt erstattungsfähige Anteile der Rechnung von der Kasse zurückgezahlt) gewählt werden kann und Leistungen für Kinder und mitversicherte Partner nicht auf den Selbstbehalt angerechnet werden oder die Rückerstattung gefährden. Bei Krankengeldtarifen wird das grundsätzliche Angebot eines Tarifs für Selbstständige mit einem Punkt bewertet. Ist eine die Höhe des gesetzlichen Krankengelds übersteigende Leistung vereinbart, gibt es einen weiteren Punkt, ebenso wenn auch eine Kombination aus Wahltarifen (z. B. gesetzliches Krankengeld auf Basis des allgemeinen Beitragssatzes plus weiteres Tagegeld) möglich ist.
Maximalpunktzahl = 24

6) Zahn:
Im Bereich Zahnversorgung gibt es zwei Punkte für eine kostenlose professionelle Zahnreinigung einmal jährlich für alle Versicherten und einen Punkt, wenn diese nur für Versicherte in bestimmten Versorgungsformen vorgesehen ist. Sollten zumindest Zuschüsse zu einer professionellen Zahnreinigung für alle gezahlt werden, gibt es ebenfalls einen Punkt. Sollte die Krankenkasse besondere Verträge zur zahnmedizinischen Versorgung abgeschlossen haben, wird dies mit zwei Punkten bewertet, wenn diese im gesamten Versorgungsgebiet gelten. Einen Punkt gibt es, wenn dies nur regional begrenzt der Fall ist. Je ein weiterer Punkt wird gutgeschrieben für einen zahnmedizinischen Beratungsservice, aktiv angebotene Preisvergleiche bei Zahnersatz, Zahnersatz zum Nulltarif (beispielsweise wenn Regelversorgung und voller Bonus zum Tragen kommen) und die Möglichkeit, Zahnersatz zu vergünstigten Konditionen zu erhalten.
Maximalpunktzahl = 8

7) Zusatzleistungen:
Je einen Punkt gibt es für folgende Leistungen: Bei angeordneter Behandlungspflege zu Hause trägt die Kasse auch die Kosten für Grundpflege und Hauswirtschaft; die Kosten für Haushaltshilfen werden auch übernommen, wenn im Haushalt Kinder leben, die älter als zwölf sind, oder über den gesetzlichen Zeitraum hinaus; es sind Angebote an Vorsorgeuntersuchungen über die gesetzlichen Grundlagen hinaus vorhanden; die Kasse leistet für zusätzliche Impfungen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus; es gibt einen Zuschuss für die übrigen Kosten des Versicherten bei medizinischen Vorsorgeleistungen an Kurorten; zur Übernahme der Kosten bei Mitaufnahme eines Elternteil bei stationären Aufenthalten eines Kindes (Rooming-in) wird die medizinische Notwendigkeit dafür bis zu einem bestimmten Alter als automatisch gegeben angesehen; die Kosten für Behandlungen nach der Feldenkrais-Methode werden ganz oder teilweise getragen; Hebammen wird eine Pauschale für die Rufbereitschaft gezahlt; es werden Programme zur Patientenschulung bei speziellen Erkrankungen angeboten. Hinzukommt je ein Punkt, wenn für Reiseschutzimpfungen der Impfstoff zu 100 Prozent und die Impfleistung zu 100 Prozent getragen werden bzw. einen halben Punkt, wenn beides zumindest anteilig gezahlt wird. Einen weiteren Punkt gibt es für eine kostenlose Auslandsreisekrankenversicherung.
Maximalpunktzahl = 12

8) Zusatzversicherungen:
Bewertet werden hier die Kooperationsverträge mit privaten Zusatzversicherern. Je einen Punkt gibt es für die Kassen, wenn sie mit einem Partner private Zusatzpolicen anbieten für Heilpraktikerleistungen, für alternative Heilmethoden nach dem vollständigen Hufelandverzeichnis, für ambulante Behandlungen nach dem Kostenerstattungsprinzip, für stationäre Behandlungen, für Zahnbehandlung und Zahnersatz (einzeln abschließbar, nicht Bestandteil einer ambulanten Zusatzpolice), für zusätzliches Krankentagegeld für Arbeitnehmer, für Auslandsreisen, für zusätzliche Pflegeleistungen sowie für Sterbegeld.
Maximalpunktzahl = 9

KUNDENSERVICE
1) Service (50%)
Summiert werden die Punkte aus den Bereichen Service-Hotline, Medizin-Informations-Hotline, Behandlungsfehler-Management, Online-Filiale, Versorgungsmanagement, Reha-Beratung, Arzttermin-Service, Vorsorgeerinnerungsservice und Auslandsnotfallservice.
Punkte für die Service Hotline werden ermittelt, indem die Wochenstunden mit der Qualität der Berater gewichtet werden. Dies wird dann logarithmiert und mit zwei multipliziert. Erfolgt die Beratung ausschließlich durch Fachkräfte beträgt der Faktor 2, sind überwiegend Fachkräfte am Hörer beträgt dieser eins. Bei der Medizin-Informations-Hotline werden die Wochenstunden logarithmiert und mit zwei multipliziert. Behandlungsfehler-Management, Online-Filiale, Versorgungsmanagement, Reha-Beratung, Arzttermin-Service, Vorsorgeerinnerungsservice und Auslandsnotfallservice werden mit jeweils einem Punkt belohnt.
Maximalpunktzahl = (LOG(336)*2)+(LOG(168)*2)+7 = 16,5

2) Geschäftsstellen (25%)
Das Ergebnis wird gebildet durch die Anzahl der Geschäftsstellen pro Bundesland und der Versicherten je Geschäftsstelle.
Maximalpunktzahl von 100 bei mindestens durchschnittlich 50 Geschäftsstellen pro Bundesland und weniger als 5000 Versicherten pro Geschäftsstelle.

3) Kundenperformance (25%)
Hier werden die Umfrageergebnise zur Gesamtkundenzufriedenheit sowie zur Weiterempfehlungsrate der jeweiligen Kasse an Freunde und Bekannte bewertet. Dazu werden entweder vorhandene kasseneigene aktuelle Umfragen oder Studien von diversen Marktforschungsstudien ausgewertet an denen die bewerteten Kassen jeweils teilgenommen haben.
Maximalpunktzahl = 100

FINANZKRAFT
1) Liquidität (20%), Daten aus KJ1 und KV45 zu 50% gewichtet. Addition der Konten 00099, 00199 und 00499, abzüglich der Konten 01099, 01199, 01499, 01599. Die Summe wird dividiert durch die durchschnittliche Monatsausgabe: Ab einem 1,7fachen Wert der Monatsausgabe gibt es 100 Punkte.

2) Vermögen (30%), Daten aus KJ1 und KV45 zu 50% gewichtet. Addition der Konten 00901, 00903, 01901, 01902, 01903, 01904 und 01909. Die Summe wird dividiert durch die durchschnittliche Monatsausgabe: Ab einem 1fachen Wert der Monatsausgabe gibt es 100 Punkte.

3) Deckungsbeitrag Verwaltungskosten & Verwaltungskosten je Versicherten (20%)
3.1) Daten aus KJ1 und KV45 zu 50% gewichtet. Addition der Konten 03773 und 03793, abzüglich Konto 09999: Ins Verhältnis gesetzt mit Konto 03773 + Konto 03793. 5% = 100 Punkte, -5% = 0 Punkte

Umso schlechter der DB, umso unwirtschaftlicher ist die Kasse. Begründung: Die Kasse bekommt über den Morbi-RSA Zuweisungen für die Verwaltung, die auch schon die unterschiedliche Morbidität berücksichtigen. Sofern eine Kasse mehr Geld für die eigene Verwaltung ausgibt, als sie Zuweisungen erhält, muss Sie bei den Leistungen für die Versicherten sparen oder einen Zusatzbeitrag erheben.

3.2) Verwaltungskosten 2010 dividiert durch Versicherte 2010.
Bis 95€ Verwaltungskosten je Versicherten = 100 Punkte

3.1) und 3.2) zu je 50% gewichtet.

4) GuV (10%), Daten aus KJ1 und KV45 zu 50% gewichtet.
Konto 09980 dividiert durch die durchschnittliche Monatsausgabe:
0,2 = 100 Punkte, -0,2 = 0 Punkte

Kassen dürfen als Körperschaften keine Gewinne maximieren, sondern werden bei Überschüssen vom Staat gezwungen, auch mal Vermögen abzubauen und „Verluste“ zu machen (durch Leistungserweiterung oder Bonusausschüttung)

5) Beitragsstabilität (5%)
Kein Zusatzbeitrag 2011 = 50 Punkte
öffentlich zugesichert kein Zusatzbeitrag bis 2012 = 12,5 Punkte
öffentlich zugesichert kein Zusatzbeitrag bis 2012 = 25 Punkte
Ausschüttung einer Prämie = 25 Punkte
maximal Punktzahl Beitragsstabilität = 100 Punkte

6) Mitgliederentwicklung (5%)
Entwicklung der Mitglieder von 2007 bis 30.06.2011
20% = 100 Punkte, -20% = 0 Punkte

7) Transparenz (10%)
Geschäftsbericht 2010 und 2011 wird honoriert mit 25 Punkten.
25 Punkte für die vollständige Umsetzung der maßgebenden Bilanzvorschriften 2010 nach dem SGB
Wurde die Jahresrechnung 2010 freiwillig einem unabhängigen Wirschaftprüfer übertragen? Wenn ja, dann 25 Punkte.
Zusätzlich Volltestat erhalten? Weitere 25 Punkte
maximal Punktzahl Transparenz = 100 Punkte
Die wichtigsten Kriterien zur Leistungsstärke
• Bonus-Programme und Zusatzleistungen
• Wahltarife und Zusatzversicherungen
• Naturheilverfahren
• Integrierte Versorgung
• Gesundheitsförderung
• Zahnvorsorge

Kassen mit mind. „A“-Bewertung

Leistung
Die wichtigsten Kriterien zur Finanzkraft
• Liquidität
• Vermögen
• Deckungsbeitrag Verwaltungskosten
• GuV (Überschuss)
• Beitragsstabilität und Mitgliederentwicklung
• Transparenz

Kassen mit mind. „A“-Bewertung

Finanzkraft
Die wichtigsten Kriterien zum Kundenservice
• Kundenperformance
• Geschäftsstellennetz
• Services wie Erreichbarkeit oder Servicehotlines

Kassen mit mind. „A“-Bewertung

*Kundenperformance konnte nur teilweise oder nicht bewertet werden


Detaillierte Studienergebnisse sind gegen eine Schutzgebühr zu erhalten.
Das DFSI hat sein Rating in drei Kategorien aufgebaut: Finanzkraft, Leistung und Kundenservice. Werte in diesen Kategorien wurden jeweils zu 1/3 gewichtet und dann zu einem Qualitätsrating zusammengefasst. Leistungsstärke und Kundenservice sind zwei entscheidende Faktoren die Attraktivität einer Krankenkasse, damit für deren Wettbewerbsfähigkeit und weitere Entwicklung auf dem Markt. Daher wurden diese neben der finanziellen Stabilität als Kriterien herangezogen.

Kassen mit mind. „A“-Bewertung




Gesamtergebnis:
Punkte auf einer Skala von 0 bis 100 (100 Punkte sind maximal erreichbar). Durch Auf- und Abrundungen können sich Rundungsdifferenzen ergeben, welche keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis haben. Unterschiedliche Ränge trotz gleicher Punktzahl werden durch Unterschiede auf der zweiten oder dritten Nachkommastelle verursacht.

Detaillierte Studienergebnisse sind gegen eine Schutzgebühr zu erhalten.
24.11.2011 - Unternehmensqualität der Lebensversicherer

Scoring der Kennzahlen zur Substanzkraft und Kundenperformance


Die Qualität der Versicherungs- und Bankprodukte ist direkt verbunden mit der Finanzkraft des Anbieters. Während wir bis vor kurzem kaum relevante Unterschiede in der Substanzkraft von Versicherern verzeichnen konnten, gibt es heute auf Grund der aktuellen Entwicklungen gravierende Unterschiede.

Die Netto-Renditen der Lebensversicherer sind wegen niedriger Zinsen und Verluste aufgrund der Kapitalmarktkrise deutlich gesunken. Dabei wurden die Gewinndeklarationen der Versicherer in den letzten Jahren nicht im gleichen Maße reduziert.

Für einige Investorengruppen und Anteilseigner an Lebensversicherern scheint das Geschäftsmodell der deutschen Lebensversicherung zukünftig vor dem Hintergrund der drohenden Einführung neuer Eigenkapitalanforderungen nach Solvency II nicht mehr renditestark genug zu sein. Sechs Lebensversicherer mit einem Marktanteil von über drei Prozent haben bereits das Neugeschäft eingestellt . Eine weitere Welle von Neugeschäftsschließungen und den damit verbundenen Run-Off der Lebensversicherer ist in den nächsten Jahren zu erwarten.

Sicherheit hat oberste Priorität. Dafür braucht es eine solide Kapitalausstattung und Ertragsstabilität – eben die Substanzkraft. Einige Versicherer leben aktuell aus der Substanz. Das kann aber nicht auf Dauer gut gehen. Nur wenn sich die Werte der Nettorendite und Gewinndeklaration im Einklang befinden, ist eine dauerhaft gute und weitgehend stabile Performance zu erwarten.

Die Substanzkraftkraft und die Kundenperformance des Anbieters sind daher wichtige Auswahlkriterien beim Abschluss einer neuen Police oder bei der Entscheidung über die Fortführung eines bestehenden Vertrages. Die Unternehmensqualität ergibt sich aus der Aggregation beider Kennzahlen.

Studienaufbau/Methodik


Datenbasis/Analysierte Unternehmen
Datenbasis der Studie sind die Jahresabschlüsse 2010 der Lebensversicherer und die Gewinndeklaration für das Jahr 2011.

Es wurden folgende Untergruppen für die folgende Analyse der Kennzahlen zur Finanzkraft und Kundenperformance der Lebensversicherer gebildet:

Gruppe 1 "Die 25 grössten Lebensversicherer"
Gemessen am Volumen der Kapitalanlagen bilden die grössten 25 Lebensversicherer die erste Gruppe

Gruppe 2 "Mittelgrosse und kleine Lebensversicherer ab 250 Mio. Euro Kapitalanlagen"
In dieser Gruppe wurden alle Versicherer zusammengefasst die nicht in die erste Gruppe fallen und keine Spezialanbieter von Risikolebenspolicen und Fondspolicen sind.

Gruppe 3 "Spezialanbieter von Fondspolicen"
Da bei Spezialanbietern von Fondspolicen die Kundenperformance von den kundenindividuellen Kapitalanlagen abhängt und das Kapitalanlagerisiko nicht beim Versicherer liegt, wurden diese Anbieter gesondert analysiert.
Substanzkraftquote I
Addiert man zum Eigenkapital, die freie Rückstellung für Beitragsrückerstattung (freie RfB) und teilt man diese Summe durch die Deckungsrückstellung (eingezahlte und verzinste Kundengelder), ergibt sich die Substanzkraftquote. Sie liefert ein aussagekräftiges Indiz dafür, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Versicherer auch in Zukunft eine stabile Überschussbeteiligung ausweisen und die prognostizierten Erträge ohne größere Schwankungen auszahlen kann.

Substanzkraftquote II
Die Substanzkraftquote I wird ergänzt um 50% aus dem Saldo der Stillen Reserven und Stillen Lasten.

Bewertungsreserven entstehen z.B. wenn der Kurswert einer Aktienanlage höher ist als ihr Buchwert. Stille Lasten liegen vor wenn der Zeitwert der Kapitalanlage unter dem Marktwert liegt.
Die Ergänzung um 50% des Saldos aus Stillen Reserven/Lasten erfolgt um eine zeitwertorientierte Betrachtung der Substanz des Lebensversicherers darzustellen. Der Ansatz von nur 50% des Saldos soll starke Schwankungen der Stillen Reserven in Einzeljahren Rechnung tragen und Versicherer mit extrem schlechten bzw., extrem guten Jahren bei den Reserven nicht benachteiligen bzw. bevorteilen.

Darüber hinaus müssen die Kunden direkt an den Bewertungsreserven beteiligt werden. Gemäß § 153 des Versicherungsvertragsgesetzes steht dem Versicherungsnehmer ab dem 01.01.2008 eine Beteiligung an den Bewertungsreserven zu.

Die grössten 25 Lebensversicherer:
Top Substanzkraft, Unternehmen mit mind. "A" Bewertung

Substanzkraft

Mittelgroße und kleine Lebensversicherer ab 250 Mio. Euro Kapitalanlagen:
Top Substanzkraft, Unternehmen mit mind. "A" Bewertung



Spezialanbieter von Fondspolicen:
Top Substanzkraft, Unternehmen mit mind. "A" Bewertung





Gesamtergebnis:
Punkte auf einer Skala von 0 bis 100 (100 Punkte sind maximal erreichbar). Durch Auf- und Abrundungen können sich Rundungsdifferenzen ergeben, welche keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis haben. Unterschiedliche Ränge trotz gleicher Punktzahl werden durch Unterschiede auf der zweiten oder dritten Nachkommastelle verursacht.
  1. Netto-Rendite der Kapitalanlagen
    Die Netto-Rendite der Kapitalanlagen stellt das Anlageergebnis abzüglich der Anlageaufwendungen dar. Sie gibt Aufschluss über die Effizienz des Versicherungsunternehmens, da den Erträgen die Verwaltungskosten für die Kapitalanlage gegenübergestellt werden. Zudem ist die Überschussbeteiligung bei Versicherern zum größten Teil von der erzielten Netto-Rendite der Kapitalanlagen abhängig.

    Die Netto-Rendite zeigt an welche Verzinsung der Versicherer mit den Kapitalanlagen der Kunden verdient und ob diese ausreichend ist neben der Ausschüttung an die Kunden weitere Substanzkraft aufzubauen.

  2. Gewinnbeteiligung
    Die Gewinnbeteiligung spiegelt die Gewinnsituation des Unternehmens wieder. Sie hängt vor allem von der Entwicklung der Kapitalmärkte, aber auch vom Verlauf der Sterblichkeit und den Kosten ab. Verbessert sich die Gewinnsituation, so kann die Gewinnbeteiligung erhöht werden. Bei einer Verschlechterung ist eine Senkung der Gewinnbeteiligung zu erwarten.

    Das bedeutet, dass die Gewinnbeteiligung in ihrer Höhe nicht garantiert werden kann. Erst wenn der Jahresüberschuss erkennbar ist, können die Gewinnsätze erklärt werden. Die Festsetzung erfolgt am Ende eines Kalenderjahres für im Folgejahr auszuschüttende Gewinnanteile und gilt solange, bis neue Gewinnsätze deklariert werden. Die festgesetzten Gewinnsätze werden als Anhang zum Jahresabschluss im jeweiligen Geschäftsbericht veröffentlicht. Unsere zuletzt erklärten Gewinnsätze können wir nicht für die Zukunft garantieren, auch nicht für das laufende Kalenderjahr. Versicherungsunternehmen müssen ihre Verträge vorsichtig kalkulieren und Sicherheitsreserven einrechnen, damit die Erfüllbarkeit der garantierten Leistungen unter allen Umständen gegeben ist. Die vorsichtige Kalkulation führt dazu, dass im Regelfall am Jahresende Gewinne anfallen.

    Dabei werden folgende Gewinnquellen unterschieden:
    Zinsgewinn: wenn mehr Zinsen erwirtschaftet werden konnten als eingerechnet wurden.
    Kostengewinn: wenn weniger Kosten angefallen sind als eingerechnet wurden.
    Sterblichkeitsgewinn: in der Risiko- und Kapitalversicherung entstehen Sterblichkeitsgewinne, wenn weniger versicherte Personen sterben als kalkuliert. In der Rentenversicherung ist das genau umgekehrt.

    Von den Gewinnen darf ein Versicherungsunternehmen selbst maximal 10 % beanspruchen (z.B. für die Bildung von Eigenkapital). Mindestens 90 % müssen über die Gewinnbeteiligung an die Vertragspartner zurückfließen. Üblicherweise liegt diese Quote deutlich über 90 %.

    Bedeutung der Gewinnbeteiligung
    Kurzfristige Schwankungen auf den Kapitalmärkten wirken sich - im Gegensatz beispielsweise zur reinen Aktienanlage – nicht unmittelbar auf die Höhe der künftigen Gewinnbeteiligung aus. Dieses liegt daran, dass Lebensversicherer den Gewinn eines Geschäftsjahres abzüglich der Direktgutschrift zunächst einem großen Topf zuführen, der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) genannt wird.

    Jedes Jahr wird der RfB der Betrag entnommen, der für die Gewinnbeteiligung der Versicherten benötigt wird. In guten Jahren kann somit der RfB mehr zugeführt werden, als benötigt wird. Allerdings darf dieses Polster nicht zu groß werden, da sonst die Verteilung der Gewinne nicht mehr zeitnah erfolgen würde. In weniger guten Jahren können dann die in der RfB vorhandenen freien Mittel dafür verwendet werden, die Gewinnbeteiligung trotz rückläufiger Ergebnisse stabil zu halten. Diese freien Mittel haben ausschließlich die Aufgabe, kurzfristige Einflüsse auszugleichen.

    Die Gewinnbeteiligung der Kunden kann den Versicherer Substanzkraft kosten, wenn er über mehrere Jahre hinweg mehr an die Kunden ausschüttet als er in der Lage ist in der Kapitalanlage zu verdienen.


Zur Umrechung der Netto-Rendite und Gewinnbeteiligung und wurde folgender Schlüssel verwendet:
4,90% Nettorendite = 100 DFSI Punkte
4,80% Gewinndeklaration für das Jahr 2011 = 100 DFSI Punkte

Netto-Rendite und Gewinnbeteiligung wurden jeweils zu 50% gewichtet und ergeben somit die DFSI-Punktezahl für den Bereich Kundenperformance.
Punkte auf einer Skala von 0 bis 100. Durch Auf- und Abrundungen können sich Rundungsdifferenzen ergeben, welche keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis haben. Unterschiedliche Ränge trotz gleicher Punktzahl werden durch Unterschiede auf der zweiten oder dritten Nachkommastelle verursacht.

Die grössten 25 Lebensversicherer:
Top Performance, Unternehmen mit mind. "A" Bewertung

Kundenperformance

Mittelgroße und kleine Lebensversicherer ab 250 Mio. Euro Kapitalanlagen:
Top Performance, Unternehmen mit mind. "A" Bewertung





Gesamtergebnis:
Punkte auf einer Skala von 0 bis 100 (100 Punkte sind maximal erreichbar). Durch Auf- und Abrundungen können sich Rundungsdifferenzen ergeben, welche keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis haben. Unterschiedliche Ränge trotz gleicher Punktzahl werden durch Unterschiede auf der zweiten oder dritten Nachkommastelle verursacht.
Die Substanzkraft und die Kundenperformance sind zwei wichtige Indikatoren für die aktuelle und zukünftige Leistungsfähigkeit eines Lebensversicherers. In der Gesamtbewertung wurde die Substanzkraft mit 60 % und die Kundenperformance mit 40 % gewichtet.

Es wurden drei Gruppen von Lebensversicherer analysiert.

Die grössten 25 Lebensversicherer:
Top Unternehmensqualität, Unternehmen mit mind. "A" Bewertung



Mittelgroße und kleine Lebensversicherer ab 250 Mio. Euro Kapitalanlagen:
Top Unternehmensqualität, Unternehmen mit mind. "A" Bewertung



Spezialanbieter von Fondspolicen:
Top Unternehmensqualität, Unternehmen mit mind. "A" Bewertung




Erläuterung der Gesamtbewertung und Aggregation der Kennzahlen
Die Substanzkraft und die Kundenperformance sind zwei wichtige Indikatoren für die aktuelle und zukünftige Leistungsfähigkeit eines Lebensversicherers. In der Gesamtbewertung wurde die Substanzkraft mit 60 % und die Kundenperformance mit 40 % gewichtet. Danach wird die metrische Punkteskala nach dem unten stehenden Schlüssel in eine ordinale Buchstaben und Noten-Skala umgerechnet. Für die Spezialanbieter der fondsgebundenen Lebensversicherung entfällt der Teil der Kundenperformance, da bei fondsgebundenen Versicherungen der Kunde das Kapitalanlagerisiko trägt. Daher wird bei diesen Versicherern geht nur die Substanzkraft in das Gesamtergebnis ein.



Gesamtergebnis:
Punkte auf einer Skala von 0 bis 100 (100 Punkte sind maximal erreichbar). Durch Auf- und Abrundungen können sich Rundungsdifferenzen ergeben, welche keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis haben. Unterschiedliche Ränge trotz gleicher Punktzahl werden durch Unterschiede auf der zweiten oder dritten Nachkommastelle verursacht.

Detaillierte Studienergebnisse sind gegen eine Schutzgebühr zu erhalten.
18.03.2011 - Unternehmensqualität der Pensionskassen

Scoring der Kennzahlen zur Finanzkraft und Kundenperformance


Deutliche Unterschiede in der Substanzkraft und Kundenperformance
Pensionskassen gehören zu den ältesten Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung und können auf eine über hundertjährige Tradition zurückblicken. Pensionskassen waren in der Vergangenheit meist als eigenständige Versorgungseinrichtung von Großunternehmen oder auch als branchenbezogene Pensionskasse anzutreffen und weit verbreitet. Allerdings sind diese Pensionskassen durch ihre Branchen- oder Unternehmensbezogenheit nicht allen Arbeitnehmern zugänglich. Die Mehrzahl ist einzelnen Großun-ternehmen oder Arbeitgebern einzelner Branchen, beispielsweise dem Handel, dem Bau- oder Bankgewerbe vorbehalten, die über sie die betriebliche Altersvorsorge ihrer Mitarbeiter abwickeln können. Alle anderen Unternehmen sind auf die wenigen geöffneten Wettbewerbspensionskassen angewiesen.

Bei der Substanzkraft und Kundenperformance der Pensionskassen gibt es deutliche Unterschiede. Per Jahresende 2009 waren sechs Pensionskassen durch den Stresstest der BaFin gefallen. Im Jahr zuvor war die Zahl der Pensionskassen, die den Solvabilitäts-Test der Aufsicht nicht bestanden haben auf 12 angestiegen – 2007 waren es acht gewesen. „Die Mehrzahl der Pensionskassen verfügt über eine starke Substanzkraft und zeigt eine gute Kundenperformance“ stellt Dr. Marco Metzler, Lebensversicherungsexperte und Fachbeirat des DFSI Deutsches Finanz-Service Institut fest.

Studienaufbau/Methodik


Datenbasis/Analysierte Unternehmen
Das DFSI hat mit der Datenbasis der Jahresabschlüsse 2009 die Substanzkraft und die Kundenperformance der Pensionskassen analysiert. Die Unternehmensqualität ergibt sich aus der Aggregation beider Kennzahlen.

Es wurden folgende Untergruppen für die folgende Analyse der Kennzahlen zur Substanzkraft und Kundenperformance der Pensionskassen gebildet:

Gruppe 1 „Wettbewerbspensionskassen“
Diese Kassen sind überbetriebliche Gruppenpensionskassen und leisten die Versorgung für mehrere voneinander unabhängige Unternehmen oder spezielle Branchen und stehen mehr oder weniger allen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zur Verfügung.

Gruppe 2 „Firmenpensionskassen“
Diese Pensionskassen haben eine freiwillige Regulierung gewählt. Tarife und Geschäftspläne werden somit stets von der BaFin geprüft und genehmigt.
Substanzkraftquote I
Addiert man zum Eigenkapital und SoPo, die freie Rückstellung für Beitragsrückerstattung (freie RfB) und teilt man diese Summe durch die Deckungsrückstellung (eingezahlte und verzinste Kundengelder), ergibt sich die Substanzkraftquote. Sie liefert ein aussagekräftiges Indiz dafür, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Versicherer auch in Zukunft eine stabile Überschussbeteiligung ausweisen und die prognostizierten Erträge ohne größere Schwankungen auszahlen kann.

Substanzkraftquote II
Die Substanzkraftquote I wird ergänzt um 25% aus dem Saldo der Stillen Reserven und Stillen Lasten.

Bewertungsreserven entstehen z.B. wenn der Kurswert einer Aktienanlage höher ist als ihr Buchwert. Stille Lasten liegen vor wenn der Zeitwert der Kapitalanlage unter dem Marktwert liegt.
Die Ergänzung um 25% des Saldos aus Stillen Reserven/Lasten erfolgt um eine zeitwertorientierte Betrachtung der Substanz des Lebensversicherers darzustellen. Der Ansatz von nur 25% des Saldos soll starke Schwankungen der Stillen Reserven in Einzeljahren Rechnung tragen und Versicherer mit extrem schlechten bzw., extrem guten Jahren bei den Reserven nicht benachteiligen bzw. bevorteilen.

Darüber hinaus müssen die Kunden direkt an den Bewertungsreserven beteiligt werden. Gemäß § 153 des Versicherungsvertragsgesetzes steht dem Versicherungsnehmer ab dem 01.01.2008 eine Beteiligung an den Bewertungsreserven zu.

Wettbewerbspensionskassen:
Top Substanzkraft, Unternehmen mit mind. "A" Bewertung

Substanzkraft

Firmenpensionskassen
Top Substanzkraft, Unternehmen mit mind. "A" Bewertung





Gesamtergebnis:
Punkte auf einer Skala von 0 bis 100 (100 Punkte sind maximal erreichbar). Durch Auf- und Abrundungen können sich Rundungsdifferenzen ergeben, welche keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis haben. Unterschiedliche Ränge trotz gleicher Punktzahl werden durch Unterschiede auf der zweiten oder dritten Nachkommastelle verursacht.
  1. Netto-Rendite der Kapitalanlagen
    Die Netto-Rendite zeigt an welche Verzinsung die Pensionskasse mit den Kapitalanlagen der Kunden verdient und ob diese ausreichend ist neben der Gutschrift an die Kunden weitere Substanzkraft aufzubauen.

  2. Verwaltungskosten
    Die Verwaltungskosten setzen sich aus dem Aufwand für die Versichertenverwaltung und den Kosten für die Vermögensverwaltung zusammen. Sie beziehen sich auf die gebuchten Bruttobeiträge.

  3. Gesamtkosten in EUR pro Versicherten
    Bei Firmenpensionskassen gibt es keine rechnungsmäßigen Abschlusskosten und keine Vergütung für die Vermittlung oder den Abschluss von Verträgen. Bei Wettbewerbspensionskassen kommen Abschluss- und Vertriebsprovisionen hinzu. Die Kennzahl Gesamtkosten pro Versicherten erfasst alle Kosten. Wettbewerbspensionskassen und Kassen mit geringen Versichertenbeständen, z.B. Neugründungen, haben tendenziell höhere Gesamtkosten pro Versicherten.

Zur Umrechnung der Netto-Rendite, Verwaltungskosten und Gesamtkosten pro Versicherten wurde folgender Schlüssel verwendet:
5,00% Nettorendite = 100 DFSI Punkte
1,50% Verwaltungskosten = 100 DFSI Punkte
20,00 EUR Gesamtkosten pro Versicherten = 100 DFSI Punkte

Netto-Rendite wurde zu 50% und Verwaltungskosten und Gesamtkosten pro Versicherten jeweils zu 25% gewichtet und ergeben somit die DFSI-Punktezahl für den Bereich Kundenperformance. Punkte auf einer Skala von 0 bis 100. Durch Auf- und Abrundungen können sich Rundungsdifferenzen ergeben, welche keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis haben. Unterschiedliche Ränge trotz gleicher Punktzahl werden durch Unterschiede auf der zweiten oder dritten Nachkommastelle verursacht.

Wettbewerbspensionskassen:
Top Performance, Unternehmen mit mind. "A" Bewertung

Kundenperformance

Firmenpensionskassen
Top Performance, Unternehmen mit mind. "A" Bewertung





Gesamtergebnis:
Punkte auf einer Skala von 0 bis 100 (100 Punkte sind maximal erreichbar). Durch Auf- und Abrundungen können sich Rundungsdifferenzen ergeben, welche keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis haben. Unterschiedliche Ränge trotz gleicher Punktzahl werden durch Unterschiede auf der zweiten oder dritten Nachkommastelle verursacht.
Die Substanzkraft und die Kundenperformance sind zwei wichtige Indikatoren für die aktuelle und zukünftige Leistungsfähigkeit einer Pensionskasse. In der Gesamtbewertung wurde die Substanzkraft mit 60 % und die Kundenperformance mit 40 % gewichtet.

Es wurden zwei Gruppen von Pensionskassen analysiert.

Wettbewerbspensionskassen:
Top Unternehmensqualität, Unternehmen mit mind. "A" Bewertung



Firmenpensionskassen
Top Unternehmensqualität, Unternehmen mit mind. "A" Bewertung



Erläuterung der Gesamtbewertung und Aggregation der Kennzahlen
Die Substanzkraft und die Kundenperformance sind zwei wichtige Indikatoren für die aktuelle und zukünftige Leistungsfähigkeit einer Pensionskasse. In der Gesamtbewertung wurde die Substanzkraft mit 60 % und die Kundenperformance mit 40 % gewichtet. Danach wird die metrische Punkteskala nach dem unten stehenden Schlüssel in eine ordinale Buchstaben und Noten-Skala umgerechnet.



Gesamtergebnis:
Punkte auf einer Skala von 0 bis 100 (100 Punkte sind maximal erreichbar). Durch Auf- und Abrundungen können sich Rundungsdifferenzen ergeben, welche keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis haben. Unterschiedliche Ränge trotz gleicher Punktzahl werden durch Unterschiede auf der zweiten oder dritten Nachkommastelle verursacht.

Detaillierte Studienergebnisse sind gegen eine Schutzgebühr zu erhalten.
30.09.2010 - Scoring der Kennzahlen zur Finanzkraft und Kundenperformance der Privaten Krankenversicherer
Köln 30.09.2010, Scoring der Kennzahlen zur Finanzkraft und Kundenperformance der Privaten Krankenversicherer

Die Private Krankenversicherung (PKV) stellt jedes Jahr die Kosten für Behandlungen den Beitragseinnahmen gegenüber. Kostensteigerungen, neue Behandlungsmethoden und neue Sterbetafeln können zu einer Beitragserhöhung führen. Wie bereits in 2010 erfolgt, ist auch Beitragserhöhung in 2011 zu erwarten. Steigende Behandlungskosten und veränderte demographische Entwicklungen erlauben der PKV eine neue Kalkulation ihrer Tarife und möglicherweise eine Beitragsanpassung durchzuführen. Wie hoch diese Beitragsanpassung im Einzelnen ausfällt, ist noch unklar. In 2010 betrug die Beitragserhöhung bei einigen Privaten Krankenversicherung bis zu 30 Prozent.

Die Qualität der Versicherungs- und Bankprodukte ist direkt verbunden mit der Finanzkraft des Anbieters. Während wir bis vor Kurzem kaum relevante Unterschiede in der Finanzstärke von Versicherern verzeichnen konnten, gibt es heute auf Grund der aktuellen Entwicklungen gravierende Unterschiede.

Wesentliche Faktoren für ein Scoring zur Finanzstärke der Privaten Krankenversicherer sind die Finanzkraft und die Kundenperformance des jeweiligen Versicherers.

Die Substanzkraftquote liefert einen aussagekräftiger Indikator dafür, wie wahrscheinlich es ist, dass aufgrund der Finanzkraft und Substanz ein Versicherer auch in Zukunft stabile bzw. moderat steigende Beitragssätze anbieten kann und in der Lage ist, Finanzkrisen ohne größere Schwankungen zu durchstehen. Aus dem versicherungsgeschäftlichen Ergebnis lässt sich ablesen, wie der Versicherungsbetrieb als solches funktioniert. Ist die Schadensquote mit und ohne Altersdeckungsrückstellungen hoch, sind die Verwaltungs- und Abschlusskosten überdurchschnittlich. Die andere Seite ist, wie wirtschaftet das Unternehmen mit dem ihm anvertrauten Geldern. Wie hoch ist die Nettoverzinsung, die sich aus dem Kapitalanlageergebnis und mittleren Kapitalanlagebestand errechnet. Die Nettoverzinsung gewinnt einen immer stärkeren Einfluss auf die Beitragsstabilität, da die Kapitalerträge bis zu 30% der Beitragseinnahmen ausmachen. So ist leicht vorstellbar, wie ein höheres oder niedrigeres Kapitalanlageergebnis zu Beitragsschwankungen führen kann.


Studienaufbau/Methodik


Datenbasis/Analysierte Unternehmen
Datenbasis der Studie sind die Jahresabschlüsse 2009 der Privaten Krankenversicherer.

Es wurden zwei Untergruppen für die folgende Analyse der Kennzahlen zur Finanzkraft und Kundenperformance der Privaten Krankenversicherer gebildet:

Gruppe 1 „Die grössten Anbieter der Vollkostenversicherung“
In dieser Gruppe werden 31 Versicherer zusammengefasst die hauptsächlich Anbieter von Vollkostenversicherungen sind.

Gruppe 2 „Spezialversicherer“
In dieser Gruppe wurden 6 Versicherer zusammengefasst die nur Zusatzversicherungen anbieten, Direktversicherer sind oder nur für eine bestimmte Zielgruppe geöffnet sind.
Substanzkraftquote I
Addiert man zum Eigenkapital die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) und teilt man diese Summe durch die Altersrückstellungen (eingezahlte und verzinste Kundengelder), ergibt sich die Substanzkraftquote. Sie liefert ein aussagekräftiges Indiz dafür, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Versicherer auch in Zukunft stabile bzw. moderat steigende Beitragssätze anbieten kann und der Lage ist, Finanzkrisen ohne größere Schwankungen zu durchstehen.

Die in der RfB befindlichen Mittel werden vom Unternehmen eingesetzt um die Beitragsrückerstattung (BRE) zu finanzieren und für Einmalbeiträge zur Begrenzung von Beitragsanpassungen. Je höher die Quote, um so größer sind die Möglichkeiten zur Einflussnahme bei Beitragsanpassungen für den Versichertenbestand für die Zukunft.

Der Aufbau von Alterungsrückstellungen ist ein wesentliches Qualitätskriterium privater Krankenversicherer. Damit werden, ohne die jüngeren Beitragszahler extra zu belasten, finanzielle Rücklagen für die später zunehmenden Krankheitskosten aufgebaut. Für Privatversicherte bleibt dadurch der immer teurer werdende medizinische Fortschritt auch in Zukunft bezahlbar. Unabhängig von der demografischen Bevölkerungsentwicklung sichern Alterungsrückstellung generationengerecht das vertraglich garantierte Leistungsniveau und die solide Beitragsstabilität jeder privaten Krankenversicherung.

Substanzkraftquote II
Die Substanzkraftquote I wird ergänzt um 50% aus dem Saldo der Stillen Reserven und Stillen Lasten.

Bewertungsreserven entstehen z.B. wenn der Kurswert einer Aktienanlage höher ist als ihr Buchwert. Stille Lasten liegen vor wenn der Zeitwert der Kapitalanlage unter dem Marktwert liegt.

Die Ergänzung um 50% des Saldos aus Stillen Reserven/Lasten erfolgt um eine zeitwertorientierte Betrachtung der Substanz des Privaten Krankenversicherers darzustellen. Der Ansatz von nur 50% des Saldos soll starke Schwankungen der Stillen Reserven in Einzeljahren Rechnung tragen und Versicherer mit extrem schlechten bzw., extrem guten Jahren bei den Reserven nicht benachteiligen bzw. bevorteilen.
Netto-Rendite der Kapitalanlagen
Die Netto-Rendite der Kapitalanlagen stellt das Anlageergebnis abzüglich der Anlageaufwendungen dar. Sie gibt Aufschluss über die Effizienz des Versicherungsunternehmens, da den Erträgen die Verwaltungskosten für die Kapitalanlage gegenübergestellt werden. Zudem ist die Beitragsstabilität bei Versicherern zum größten Teil von der erzielten Netto-Rendite der Kapitalanlagen abhängig.

Die Netto-Rendite gewinnt einen immer stärkeren Einfluss auf die Beitragsstabilität, da die Kapitalerträge bis zu 30% der Beitragseinnahmen ausmachen. So ist leicht vorstellbar, wie ein höheres oder niedrigeres Kapitalanlageergebnis zu Beitragsschwankungen führen kann.

Der Aufbau von Alterungsrückstellungen ist ein wesentliches Qualitätskriterium privater Krankenversicherer. Damit werden, ohne die jüngeren Beitragszahler extra zu belasten, finanzielle Rücklagen für die später zunehmenden Krankheitskosten aufgebaut. Für Privatversicherte bleibt dadurch der immer teurer werdende medizinische Fortschritt auch in Zukunft bezahlbar.

Unabhängig von der demografischen Bevölkerungsentwicklung sichern Alterungsrückstellung generationengerecht das vertraglich garantierte Leistungsniveau und die solide Beitragsstabilität jeder privaten Krankenversicherung.

Versicherungstechnische Ergebnisquote
Aus dem versicherungsgeschäftlichen Ergebnis lässt sich ablesen, wie der Versicherungsbetrieb als solches funktioniert. Ist die Schadensquote mit und ohne Altersdeckungsrückstellungen hoch, sind die Verwaltungs- und Abschlusskosten überdurchschnittlich.

Zur Umrechung der Netto-Rendite und der Versicherungstechnischer Ergebnisquote wurde folgender Schlüssel verwendet:
6,00% Nettorendite = 100 DFSI Punkte
5,00% Versicherungstechnische Ergebnisquote = 100 DFSI Punkte

Netto-Rendite und Versicherungstechnische Ergebnisquote wurden jeweils zu 50% gewichtet und ergeben somit die DFSI-Punktezahl für den Bereich Kundenperformance. Punkte auf einer Skala von 0 bis 100 (über 100 Punkte sind bei extrem starken Anbietern in Ausnahmefällen erreichbar). Durch Auf- und Abrundungen können sich Rundungsdifferenzen ergeben, welche keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis haben. Unterschiedliche Ränge trotz gleicher Punktzahl werden durch Unterschiede auf der zweiten oder dritten Nachkommastelle verursacht.
Die Substanzkraft und die Kundenperformance sind zwei wichtige Indikatoren für die aktuelle und zukünftige Leistungsfähigkeit eines Privaten Krankenversicherers. Beide Bereiche wurden jeweils 50% gewichtet und zu einer Gesamtscoring FINANZKRAFT (DFSI Punkte) aggregiert. Es wurden zwei Gruppen von Privaten Krankenversicherer analysiert.

Gruppe 1 „Die grössten Anbieter der Vollkostenversicherung“
Top Finanzkraft, Unternehmen mit mind. "A+" Bewertung



Gruppe 2 „Spezialversicherer“
Top Finanzkraft, Unternehmen mit mind. "A+" Bewertung



Erläuterung der Gesamtbewertung und Aggregation der Kennzahlen
Die Substanzkraft und die Kundenperformance sind zwei wichtige Indikatoren für die aktuelle und zukünftige Leistungsfähigkeit eines Privaten Krankenversicherers. Beide Bereiche werden jeweils 50% gewichtet und zu einer Gesamtkennzahl (Gesamtscore) aggregiert. Dabei werden die DFSI Punkte aus den Einzelbereichen summiert und durch 2 geteilt. Danach wird die metrische Punkteskala des DFSI Scorings nach dem unten stehenden Schlüssel in eine ordinale Buchstaben und Noten-Skala umgerechnet.



Gesamtergebnis:
Punkte auf einer Skala von 0 bis 100 (100 Punkte sind maximal erreichbar). Durch Auf- und Abrundungen können sich Rundungsdifferenzen ergeben, welche keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis haben. Unterschiedliche Ränge trotz gleicher Punktzahl werden durch Unterschiede auf der zweiten oder dritten Nachkommastelle verursacht.

Detaillierte Studienergebnisse sind gegen eine Schutzgebühr zu erhalten.